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lichtmikroskoptypen

Mittels verschiedenster Mikroskope kann man Details und Strukturen sichtbar machen, die das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmen kann. Aufgrund der vielen verschiedenen zu vergrößernden Medien, Proben und Objekte, gibt es sehr unterschiedliche Mikroskop-Arten mit entsprechenden Fähigkeiten und Ausstattungen.

 

 

Auflicht/Durchlicht

Man unterscheidet im ersten Schritt zwischen Durchlicht- und Auflichtmikroskopen.

a.) Durchlichtmikroskope
Bei einem Durchlichtmikroskop befindet sich die Probe zwischen dem Objektiv und der Lichtquelle. Somit muss das Licht erst durch die Probe, um dann ins Objektiv strahlen zu können. Diese Methode funktioniert nur bei transparenten und sehr dünnen (geschnitten, gefärbt) Proben und Präparaten. Aus diesem Grund eignet sich das Durchlichtmikroskop besonders für dünne, gefärbte und ggf. transparente Präparate aus den Bereichen der Biologie.

b.) Auflichtmikroskope
Bei einem Auflichtmikroskop befindet sich die Probe nicht zwischen Lichtquelle und Objektiv.

Die Lichtquelle befindet sich auf derselben Seite wie das Objektiv. Das heißt, die Probe wird angestrahlt. Aus diesem Grund können mit den Auflichtmikroskopen dicke und lichtundurchlässige Proben begutachtet werden. Diese Art von Mikroskopen finden häufig ihre Anwendungen in der Materialprüfung.

 

 

Aufrechtmikroskop (Labormikroskop) (Bino/Trino)

Bei dem Aufrechtmikroskop/Labormikroskop handelt es sich um das klassische Mikroskop, welches in fast jedem Labor Anwendung findet

Lichtquelle → Tisch (mit Probe) → Objektiv → Strahlengang → Okular

Das Licht durchdringt die, zumeist gefärbte Probe in das Objektiv und verlässt das Mikroskop wieder durch das Okular (ins Auge). Die Labormikroskope können, je nach Objektiv und Okular eine Vergrößerung von 50x bis zu 1000X erreichen. Meistens finden die klassischen Labormikroskope in der Medizin (Zytologie, Histologie, Pathologie...) Anwendung.

 

 

Inversemikroskope


Ist die Lichtquelle oberhalb und die Objektive unterhalb der Probe angebracht, spricht man von einem inversen oder umgekehrten Mikroskop. Um ein bequemes Arbeiten zu ermöglichen wird das Licht so umgelenkt, dass in die Okulare von oben hineingeschaut werden kann.

Inversemikroskope sind ein unerlässliches Instrument für Untersuchungen an lebenden Zellen in Kulturgefäßen, da der Abstand von den Zellen zum Objektiv bei einem aufrechten Mikroskop zu groß wäre.

 


Stereomikroskope


Bei einem Stereomikroskop wird für beide Augen je ein getrennter Strahlengang verwendet. Beide Augen sehen somit das Präparat daher aus einem etwas unterschiedlichen Winkel, so dass ein „Stereo-Effekt“, also ein räumlicher Bildeindruck, entsteht.

Auf Grund der rasch abnehmenden Tiefenschärfe im Verhältnis zur zunehmenden Vergrößerung, verwenden die Stereomikroskope nur eine Vergrößerung bis circa 80X.

Bei einem Stereomikroskop handelt es sich zumeist um ein Auflichtmikroskop. Somit eignet es sich besonders gut für dicke und nicht transparente Proben. Klassische Anwendungen und Einsatzgebiete sind die Materialprüfung, als auch die Zoologie und Botanik.

 

 

Digitalmikroskope


Bei Digitalmikroskopen handelt es sich um Mikroskope, dessen Bild man mittels eines digitalen Displays betrachtet. Das Mikroskop besitzt anstelle von einem Okular eine Kamera, die das aufgenommene Bild direkt auf einen am Digitalmikroskop angebrachtes Display, oder auf einen Computer überträgt.

Diese Art von Mikroskopen eignet sich besonders gut für Schulungszwecke und dort, wo das Bild archiviert oder noch mittels Bildbearbeitungsprogrammen nachbearbeitet werden muss. Wie zum Beispiel Schulen, Gymnasien, MTA-Schulen, Universitäten, Pathologien...