Anwendungsbeispiele
Aktuelle Anwendungsbeispiele
Komplexe und filigrane Strukturen
Lignocellulose-Nanofasern
Lignocellulose-Nanofasern besitzen eine äußerst feine und komplexe Morphologie, die hohe Anforderungen an die Probenpräparation für die Rasterelektronenmikroskopie stellt. Eine homogene Osmium-Beschichtung gewährleistet eine gleichmäßige Oberflächenabdeckung, unterdrückt Aufladungseffekte zuverlässig und ermöglicht kontrastreiche, hochauflösende REM-Aufnahmen. Die automatische Schichtdickenregelung sorgt zudem für eine hohe Reproduzierbarkeit der Beschichtung.
Daten bereitgestellt von National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST), Chugoku Center, Materials and Chemistry Area, Functional Chemistry Research Department, Cellulose material group, Takashi Endo, Keita Sakakibara, Yasuko Saito

(Linkes Bild) a. Lignocellulose Mikrofasern (MF), b. Lignocellulose Nanofasern (NF), c&d. Chinacridon
(Rechtes Bild) Mischung aus Chinacridon und Lignocellulose MF: a 2:1 (w/w), b 1:9 (w/w). Mischung aus Chinacridon und Lignocellulose NF: c 2:1 (w/w), d 1:1 (w/w), e 1:4 (w/w), f1:9 (w/w). Pfeile markieren Chinacridon-Partikel.

Osmium-Beschichtung vs. Sputterbeschichtung
Eindeutige Identifizierung von Nanopartikeln bei hoher Vergrößerung
Silica-Nanopartikel
Die Osmium-Beschichtung minimiert Aufladungseffekte wirkungsvoll und sorgt für eine gleichmäßige Oberflächenschicht. Dadurch lassen sich Silica-Nanopartikel bei Vergrößerungen bis 150.000x klar darstellen. Im Gegensatz zum konventionellen Gold-Sputtern bleibt die darunterliegende Partikelmorphologie sichtbar und wird nicht durch Beschichtungsartefakte überdeckt.
Daten bereitgestellt von der Nagoya University, Graduate School of Engineering, Advanced Physical Chemistry, Daisuke Kawaguchi

Ultradünne, körnungsfreie Schichten für hochauflösende REM-Bildgebung
HB Röhren (SiO₂ / Al₂O₃)
Daten bereitgestellt von der Nagoya University, Technical Center, Shoji Takai

Filigrane Oberflächenstrukturen sichtbar machen
Artemia-Larven (Urzeitkrebse)
Gefriergetrocknete Artemia-Larven wurden sowohl konventionell besputtert als auch mit einer Osmium-Schicht für REM-Aufnahmen präpariert. Die Osmium-Beschichtung liefert hochdetaillierte dreidimensionale Aufnahmen, wodurch selbst die feinen Strukturen der Antennenspitzen klar sichtbar werden. Bei sputterbeschichteten Proben werden diese Details dagegen durch Aufladungsartefakte verdeckt.
Daten bereitgestellt von der Kitasato University, School of Allied Health Sciences, Masaki Ueno

Erhalt der ursprünglichen Oberflächenmorphologie – anders als beim Gold-Sputtern
Vergleichende REM-Aufnahmen von Gefäßausgüssen eines Rattenherzens
Eine konventionelle Goldbeschichtung benötigt in der Regel etwa drei Minuten, um Aufladungseffekte zu reduzieren. Die längere Beschichtungsdauer kann zu Wärmeschäden, Schrumpfung der Probe sowie zur Bildung einer dicken und ungleichmäßigen Schicht führen, die feine Oberflächenstrukturen überdeckt.
Im Gegensatz dazu bildet die Osmium-Beschichtung bereits innerhalb von nur 20 Sekunden eine ultradünne, gleichmäßige Schicht. Die leitfähige Beschichtung minimiert Aufladungseffekte zuverlässig und erhält die natürliche Oberflächenmorphologie der Probe. Bereits bei einer Vergrößerung von 6.000x werden die Unterschiede in der Darstellung deutlich sichtbar.
Daten bereitgestellt von der Okayama University, Graduate School of Medicine, Dentistry and Pharmaceutical Sciences, Department of Human Morphology

Zuverlässige Minimierung von Aufladung bei sich überlappenden Strukturen
Polystyrol-Partikel #1
Eine 5nm dünne Osmium-Beschichtung verbessert die Bildqualität überlappender Polystyrol-Partikel mit einem Durchmesser von 800nm deutlich gegenüber unbeschichteten Proben. Aufladungseffekte werden wirksam unterdrückt, sodass einzelne Nanopartikel klar voneinander unterschieden werden können.
Daten bereitgestellt von der Toyohashi University of Technology, Electronic Materials Course, Hiroyuki Muto

Polystyrol-Partikel #2
Der Tennant20 gewährleistet selbst bei überlappenden Partikelstrukturen eine äußerst homogene Beschichtung. Die leitfähige Schicht unterdrückt Aufladungseffekte zuverlässig und ermöglicht kontrastreiche REM-Aufnahmen der gesamten Probe.
Konventionelle Gold-Sputterbeschichtungen weisen in überlappenden Bereichen häufig eine unvollständige Schichtabdeckung auf. Die daraus resultierenden lokalen Aufladungseffekte begrenzen die nutzbare Vergrößerung auf etwa 2.000x. Mit einer Osmium-Beschichtung bleiben die Aufnahmen selbst bei 5.000x stabil und machen feinste Strukturdetails sichtbar.
Daten bereitgestellt von der Toyohashi University of Technology, Electronic Materials Course, Hiroyuki Muto

Verbesserte Bildstabilität für hochauflösende REM-Aufnahmen
Kohlenstoffnanoröhren (CNT)
Obwohl Kohlenstoffnanoröhren grundsätzlich auch ohne leitfähige Beschichtung im REM untersucht werden können, verbessert eine ultradünne Osmium-Beschichtung die Bildstabilität erheblich. Sie verhindert Bewegungen der Nanoröhren unter Elektronen-Beschuss, reduziert Verunreinigungen des Detektors und ermöglicht konsistent hochauflösende REM-Aufnahmen. Neben der antistatischen Wirkung stabilisiert die Osmium-Schicht die Probe und schützt gleichzeitig vor REM-Detektor Kontaminationen durch die Hemmung von Nanoröhren-Diffusion.
Daten bereitgestellt von der Meijo University, Faculty of Science and Technology Department of Materials Science and Engineering, Tomoko Suzuki (Former member of Ando Laboratory)

Erhalt empfindlicher Matrixstrukturen
Gefriergetrocknete Aminosäure-Matrizen
Die Festkörperstruktur gefriergetrockneter Aminosäure-Matrizen lässt sich bereits bei 600-facher Vergrößerung feststellen, ohne die empfindliche Matrix zu beschädigen.
Konventionelle Platin-Sputterbeschichtungen maskieren häufig die feine Matrixstruktur aufgrund ihrer beschränkten Tiefenwirkung durch die hohe Körnung. Die ultradünne, gleichmäßige Osmium-Beschichtung bewahrt hingegen die ursprüngliche Matrixstruktur und ermöglicht eine klare Darstellung der komplexen Morphologie.
Daten bereitgestellt von der Tokyo University of Science, Faculty of Pharmaceutical Sciences, Formulation Science, Yamashita Chikamasa

Körnungsfreie Bildgebung bei hoher Vergrößerung
Polymerfolien
Selbst bei einer Vergrößerung von 100.000x erzeugt die Osmium-Beschichtung eine glatte, körnungsfreie Oberfläche und bewahrt die ursprüngliche Morphologie der Probe. Platinbeschichtungen hingegen verursachen Artefakte, welche feine Strukturdetails überdecken.
Die ultradünne Osmium-Schicht ermöglicht hochauflösende REM-Aufnahmen, während die niedrige Beschichtungsspannung Wärmeschäden an organischen Materialien minimiert.
Daten bereitgestellt vom Industrial Technology Research Institute (Taiwan)

Vergleich von Osmium-, Gold- und Platinbeschichtungen
SiC-Schleifscheiben

Hoher Oberflächenkontrast bereits bei geringer Vergrößerung
Acetat
Bereits bei niedriger Vergrößerung wird der Unterschied zwischen einer Gold-Sputterbeschichtung und einer Osmium-Beschichtung deutlich sichtbar. Während Gold der Oberfläche ein metallisches Erscheinungsbild verleiht und Aufladungsartefakte verursacht, bewahrt die Osmium-Beschichtung die natürliche Oberflächenstruktur und ermöglicht eine unverfälschte Darstellung.

Nanometerauflösung für feinste Strukturen
Detailreiche Darstellung selbst feinster Nanofasern
Cellulose-Nanofasern
Mit konventionellem Besputtern wird häufig keine lückenlose Schicht feiner Nanofasern erreicht. Die Osmium-Beschichtung bildet dagegen eine homogene leitfähige Schicht, welche selbst feinste Fasern vollständig erfasst und hochauflösende REM-Aufnahmen ohne strukturelle Veränderungen ermöglicht.
Daten bereitgestellt vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST), Bioproduction Research Institute, Seung-Hwan Lee

Drosophila
Mit konventionellem Besputtern wird häufig keine lückenlose Schicht feiner Nanofasern erreicht. Die Osmium-Beschichtung bildet dagegen eine homogene leitfähige Schicht, welche selbst feinste Fasern vollständig erfasst und hochauflösende REM-Aufnahmen ohne strukturelle Veränderungen ermöglicht.
Daten bereitgestellt vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST), Bioproduction Research Institute, Seung-Hwan Lee

Kohleasche
Mit konventionellem Besputtern wird häufig keine lückenlose Schicht feiner Nanofasern erreicht. Die Osmium-Beschichtung bildet dagegen eine homogene leitfähige Schicht, welche selbst feinste Fasern vollständig erfasst und hochauflösende REM-Aufnahmen ohne strukturelle Veränderungen ermöglicht.
Daten bereitgestellt vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST), Bioproduction Research Institute, Seung-Hwan Lee

Millipore-Filter (0,22 μm)
Die Osmium-Beschichtung ermöglicht hochwertige dreidimensionale REM-Aufnahmen unter Niedervakuumbedingungen und unterdrückt gleichzeitig Aufladungseffekte wirkungsvoll.
Während Aufnahmen unbeschichteter Filter in der Regel auf Vergrößerungen von etwa 2.000x beschränkt sind, erlaubt die Osmium-Beschichtung eine Darstellung der Filterstruktur bis 5.000x. Nach der Beschichtung können selbst anspruchsvolle Filterproben unter Hochvakuum untersucht werden, wodurch eine maximale Bildqualität erreicht wird.
Die komplexe Porenstruktur zum Einfangen feinster Partikel bleibt dabei vollständig sichtbar.

Polyurethan-Nanoporen
Die ultradünne Osmium-Beschichtung ermöglicht eine kontrastreiche dreidimensionale Darstellung der Oberfläche und macht Poren mit Durchmessern von nur wenigen Mikrometern deutlich sichtbar.

Gleichmäßige Beschichtung komplexer Strukturen
Sepharose
Sepharose ist ein poröses Polymermaterial, das häufig zur Adsorption biologischer Substanzen wie Proteinen oder Mikroorganismen eingesetzt wird.
Die Osmium-Beschichtung dringt tief in die poröse Struktur ein und gewährleistet eine gleichmäßige Beschichtung selbst komplexer Geometrien für hochauflösende artefaktfreie REM-Aufnahmen.

Fossilien
Selbst stark poröse Fossilien lassen sich mit außergewöhnlicher Detailtreue darstellen.
Daten bereitgestellt von der Tohoku University, Institute of Multidisciplinary Research for Advanced Materials (IMRAM), Yoshiro Shibata

Sternsand
Sternsand besteht überwiegend aus Calciumcarbonat und besitzt eine stark poröse Oberflächenstruktur.
Konventionelle Sputterbeschichtungen verstopfen feine Oberflächenvertiefungen und maskieren dadurch kleinste Strukturdetails bei hoher Vergrößerung. Die Osmium-Beschichtung erhält dagegen die ursprüngliche Porenmorphologie und ermöglicht eine deutlich detailreichere Darstellung, wie die Aufnahme bei 10.000x eindrucksvoll zeigt.
Daten bereitgestellt von JEOL Ltd.

Florfliegenflügel
Bei REM-Aufnahmen mit niedriger Beschleunigungsspannung zeigen unbeschichtete Florfliegenflügel deutliche Schäden durch den Elektronenstrahl, wodurch ihre filigranen nadelförmigen Strukturen zerstört werden.
Die Osmium-Beschichtung minimiert strahlungsbedingte Schäden, bewahrt die natürliche Oberflächenmorphologie und bietet gleichzeitig eine hohe Temperaturbeständigkeit. Dadurch eignet sie sich besonders für temperaturempfindliche Polymere und biologische Proben.
Daten bereitgestellt von der Aoyama Gakuin University, College of Science and Engineering, Akito Takashima, Reona Takahashi

Ameisen
Die Osmium-Beschichtung macht die feine Oberflächenmorphologie des Exoskeletts sichtbar – einschließlich der detaillierten Konturen und Oberflächenstruktur der Antennen.

Azaleenpollen
Im Vergleich zur unbeschichteten Probe zeigt die Osmium-Beschichtung schärfere Kanten und eine deutlich bessere Oberflächendarstellung.
Auch unter Niedervakuumbedingungen liefert die leitfähige Beschichtung hervorragende Ergebnisse und verhindert gleichzeitig Wärmeschäden. Dadurch lassen sich selbst filigrane Haftfäden ohne strukturelle Veränderungen klar darstellen.

Spaltöffnungen von Azaleenblättern
Während die unbeschichtete Blattoberfläche bereits bei 800x deutliche Aufladungsartefakte zeigt, ermöglicht die Osmium-Beschichtung eine kontrastreiche Darstellung der Spaltöffnungen bei 1.300x.

Rosmarinblätter
Die Osmium-Beschichtung macht sowohl die feine Oberflächenmorphologie als auch die dreidimensionale Struktur der innenliegenden Trichome sichtbar.

Gängige Textilmaterialien
Bereits bei geringer Vergrößerung werden die strukturellen Unterschiede verschiedenster natürlicher und synthetischer Faserwerkstoffe deutlich sichtbar.
Sowohl Zellstoffprodukte wie Kimwipes®, Kimtowels® und Kopierpapier als auch synthetische Materialien wie BEMCOT® Clean Wipes, M-1 oder Feuchttücher lassen sich hinsichtlich Faserstruktur, Verflechtung und Füllstoffen zuverlässig unterscheiden. Mit der Autofokusfunktion eines
Sogar mit einem Benchtop-REM sind Vergrößerungen bis 5.000x nur durch Nutzung der Autofokusfunktion problemlos möglich.


Schutz temperaturempfindlicher Proben
Membranfilter
Empfindliche Membranfilter reagieren besonders sensibel auf die Wärmeentwicklung konventioneller Beschichtungsverfahren. Die ultradünne Osmium-Beschichtung bewahrt ihre strukturelle Integrität und ermöglicht hochauflösende Aufnahmen ohne thermisch bedingte Verformungen.

Wolfsfell
Die ultradünne Osmium-Beschichtung erhält die natürliche Morphologie des Wolfsfells ohne erkennbare Wärmeschäden. Selbst feine, gezackte und ausgefranste Haare, die bei einer herkömmlichen Sputterbeschichtung typischerweise kräuseln oder sich verformen, bleiben unverändert erhalten.

Titanoberflächen von Dentalimplantaten
Titan ist das bevorzugte Material für die Herstellung moderner Dentalimplantate. Zur Verbesserung der Osseointegration werden Implantat-Oberflächen unter anderem durch Sandstrahlen, Säureätzen, Hydroxylapatit-Beschichtungen und Präzisionspolieren modifiziert. Diese Oberflächenbehandlungen vergrößern die Kontaktfläche zwischen Implantat und Knochen und fördern durch Veränderungen der Oberflächenmorphologie und -chemie die Anhaftung sowie Proliferation von Osteoblasten.
An der The Nippon Dental University wird die Osmium-Beschichtung als abschließender Präparationsschritt für die REM-Analyse behandelter Titanoberflächen eingesetzt. Das gezeigte Beispiel zeigt eine mittels H₂O₂-hydrothermaler Oxidation und FGF-2 funktionalisierte Titanoberfläche 24 Stunden nach der Zellbesiedlung. Die Zellen zeigen eine ausgezeichnete Anhaftung; selbst die Filopodien bleiben vollständig erhalten.
Daten bereitgestellt von der The Nippon Dental University, School of Life Dentistry; Tomonori Matsuno.

Polymer-Mikrokugeln
Unter identischen Aufnahmebedingungen zeigen platinbeschichtete Polymer-Mikrokugeln deutliche Schädigungen durch den Elektronenstrahl. Die ultradünne Osmium-Beschichtung verhindert hingegen Aufladungseffekte zuverlässig, schützt die Probenoberfläche und ermöglicht kontrastreiche REM-Aufnahmen ohne erkennbare Strahlenschäden.
Daten bereitgestellt vom Industrial Technology Research Institute (Taiwan).

Anwendungen in der Material- und Strukturanalyse
Ultradünne reine Osmium-Beschichtungen für REM-Serienschnitte - Analyse der Mikrolipophagie während der Pollenreifung von Arabidopsis thaliana
REM Schnittserien, auch als Array-Tomographie bezeichnet, ermöglicht die dreidimensionale Rekonstruktion aufeinanderfolgender Ultradünnschnitte mittels Rasterelektronenmikroskopie.
In der vorgestellten Studie wurden die Proben fixiert, in Harz eingebettet, mit einem Ultramikrotom geschnitten, mit reinem Osmium beschichtet und anschließend in einem Feldemissions-REM untersucht. Die anschließende 3D-Rekonstruktion machte detaillierte Wechselwirkungen zwischen Zellorganellen sichtbar und zeigte die Beteiligung der Mikrolipophagie an der Pollenreifung von Arabidopsis thaliana.
Der Tennant20 erzeugt reproduzierbar hochleitfähige, körnungsfreie Osmiumschichten mit einer Dicke von unter 1nm. Diese ultradünnen Beschichtungen eignen sich hervorragend für die BSE-Detektion und ermöglichen eine detailreiche Darstellung von Gewebemorphologie und Oberflächentopographie, ohne die ursprüngliche Materialstruktur zu verändern.
Abbildung 1
Ultrastrukturelle Analyse der Wechselwirkungen zwischen Vakuolen und Lipidkörpern mittels REM Serienschnitten
a–d REM Aufnahmen bizellulärer Pollen (a, c) and trizellulärer Pollen (b, d)
e–t REM Schnittserien Bilder der bizellulären Phase (e–l) und der trizellulären Phase (m–t)
Abkürzungen gc: generative Zellen, gn: generative Zellkerne, lb: Lipidkörper, sc: Spermazellen, sn: Spermazellkerne, vac: Vakuolen, vc: vegetative Zellen, vn: vegetative Zellkerne
Abbildung 2
Dreidimensionale Rekonstruktion der Mikrolipophagie
a und b zeigen 3D Rekonstruktionen der bizellulären Phase aus Abbildung 1e-l und der trizellulären Phase aus Abbildung 1m-t. Magenta markiert Lipidkörper, grün markiert Vakuolen.
Daten bereitgestellt von der Japan Women’s University, Faculty of Science, Department of Chemical and Biological Sciences, Noriko Nagata, Kae Akita
Abbildungen 4 und 5 sind unter folgendem Link einzusehen:
https://link.springer.com/article/10.1007/s00709-020-01557-2
Referenz: Kae Akita, Tomoko Takagi, Keiko Kobayashi, Kazuyuki Kuchitsu, Tsuneyoshi Kuroiwa & Noriko Nagata (2020) Ultrastructural characterization of microlipophagy induced by the interaction of vacuoles and lipid bodies around generative and sperm cells in Arabidopsis pollen.

Ultradünne Leitfähige Schicht von 0,25-nm für präzise EBSD-Oberflächenanalyse
Bleizirkonat-Titanat-Polykristall
Die herausragende elektrische Leitfähigkeit sowie die hohe Sekundärelektronenemission von reinem Osmium verhindern Aufladungseffekte wirkungsvoll und ermöglichen hochauflösende EBSD-Analysen auch großflächiger nichtleitender Proben.
Die Ergebnisse zeigen, dass bereits eine 0,25nm dünne Osmium-Beschichtung ausreicht, um die Probe vollständig vor Aufladung durch den Elektronenstrahl zu schützen. Gleichzeitig werden hochwertige Rückstreuelektronensignale (BSE) erzeugt, die eine präzise Analyse der Kristallorientierung einschließlich der Korngrenzen ermöglichen.
Referenz: Transactions of the Japan Society of Mechanical Engineers, Band 74, Nr. 739A
Osaka Institute of Technology, Department of Mechanical Engineering, Yasutomo Uetsuji

Verbesserung der Lebenszeit von AFM-Kantilevern
Die Spitzen von SPM- und AFM-Kantilevern sind während des Betriebs extrem hohen elektrischen Feldstärken ausgesetzt. Herkömmliche Goldbeschichtungen verschleißen häufig bereits nach wenigen Messungen und verkürzen dadurch die Lebensdauer der Kantilever erheblich.
Osmium-beschichtete Kantilever weisen dagegen eine deutlich höhere Beständigkeit auf. Dadurch können diese kostenintensiven Komponenten mehrfach verwendet und ihre Einsatzdauer wesentlich verlängert werden.
Daten bereitgestellt vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST); Tohru Nakamura.

Quantitative Elementanalyse mit EDS
Gold gilt seit vielen Jahren als Standardbeschichtung zur Vermeidung von Aufladung bei der EDS-Analyse leichter Elemente. Allerdings absorbieren Goldschichten charakteristische Röntgenstrahlung und beeinträchtigen dadurch die quantitative Auswertung.
Die Plasma-CVD-Technologie des Tennant20 erzeugt hochleitfähige, ultradünne Osmium-Schichten mit minimaler Röntgenstrahlabsorption. Dadurch wird eine präzise quantitative Analyse leichter Elemente wie Kohlenstoff oder Stickstoff ermöglicht, ohne das Messergebnis zu beeinflussen.
Referenz: "EDS Quantification of Light Elements Using Osmium Surface Coating"
Journal of Mineralogical and Petrological Sciences, Band 110, S. 189–195 (2015)

Schutzbeschichtungen für FIB Prozessierung
Ultradünne Osmium-Schichten besitzen eine deutlich höhere mechanische Festigkeit als konventionelle Kohlenstoff-Schutzschichten während der Bearbeitung mit fokussierten Ionenstrahlen (FIB).
Die leitfähige Osmium-Beschichtung schützt die Probenoberfläche zuverlässig vor ionenstrahlbedingten Schäden und ermöglicht dadurch hochauflösende Analysen der obersten Nanometerschichten mit minimalen Präparationsartefakten.

Osmiumbeschichtung zur Vermeidung von Aufladung für EBSD
Aluminiumoxidplatte
Unbeschichtete Aluminiumoxidproben zeigen starke Aufladungseffekte, die REM-Aufnahmen unmöglich machen. Die gleichmäßige Osmium-Beschichtung beseitigt diese Aufladung vollständig und gewährleistet selbst in tiefen Aushöhlungen eine homogene leitfähige Schicht.

Während der EBSD-Messung bei einer Probenneigung von etwa 70° ermöglicht die leitfähige Osmium-Schicht eine stabile Erfassung hochwertiger Kikuchi-Muster.

User Feedback
„Für die EBSD-Analyse nichtleitender Materialien wird eine leitfähige Beschichtung benötigt, die Aufladung verhindert, ohne die Rückstreuelektronen aus oberflächennahen Kristallen zu beeinflussen. Die Osmium-Beschichtung bildet eine dünne, hochleitfähige Schicht, welche die Aufnahme qualitativ hochwertiger Kikuchi-Muster ermöglicht. Gleichzeitig sorgt ihre ausgezeichnete Gleichmäßigkeit dafür, dass selbst poröse Proben zuverlässig vor Aufladung geschützt werden.“

Probenpräparation für FE-EPMA-Analysen
Staubpartikel im Fahrzeuginnenraum
Staub aus Fahrzeuginnenräumen besteht aus komplexen Gemischen organischer und anorganischer Partikel und stellt hohe Anforderungen an die Elementanalyse.
Forscher der Yokohama National University entwickelten einen vereinfachten FE-EPMA-Workflow, bei dem Osmium-Beschichtungen zur Probenpräparation eingesetzt wird. Die ultradünne leitfähige Schicht ermöglicht die gleichzeitige Analyse organischer und anorganischer Bestandteile und reduziert den Präparationsaufwand erheblich.
Beschichtungsparameter
- Vakuum: 0,5 – 1Pa
- Strom: ca. 10mA
- Beschichtungsdauer: 20 – 25s
- Schichtdicke: 10 – 12,5nm
Die Osmium-Schicht ermöglicht hochwertige Sekundärelektronen- und Rückstreuelektronenaufnahmen, Element-Mapping sowie quantitative Elementanalysen – selbst bei Proben mit stark unregelmäßiger Oberfläche.
Daten bereitgestellt von der Yokohama National University, Graduate School of Environment and Information Sciences; Shigeki Masunaga.

FE-EPMA Analysen von Staubpartikeln mittels Sekundärelektronen-Imaging (SEI), Rückstreuelektronen-Imaging (BEI) und Elementverteilung (Colormapping)
Osmium-Beschichtungen eignen sich hervorragend als Probenpräparation für FE-EPMA und ermöglichen die zuverlässige Analyse mehrerer Elemente.
Quantitative Phosphoranalyse mittels FE-EPMA
Die quantitative Bestimmung von Phosphor kann erfolgreich durchgeführt werden.

Vergleich von Sekundärelektronen-Imaging mittels FE-EPMA verschiedener Präparationsmethoden
Auch bei Proben mit stark strukturierter Oberfläche liefert die Osmium-Beschichtung ausgezeichnete REM-Aufnahmen.

FIB Prozessierung
Schutzbeschichtung für die Herstellung von Metamaterialien
Vor der Bearbeitung mit fokussierten Ionenstrahlen (FIB) sorgt eine Osmium-Metallschicht als hochwirksame Schutzbeschichtung.
Dank der hervorragenden elektrischen und thermischen Leitfähigkeit reduziert sie FIB-bedingte Oberflächenschäden und bewahrt feinste Strukturdetails. Nach der Bearbeitung kann die Osmium-Schicht mit hypochloriger Säure (HOCl) rückstandslos entfernt werden, sodass die Probe anschließend ohne Beeinträchtigung für weitere Analysen zur Verfügung steht.

SIM-Aufnahmen FIB-gefertigter Nanoporen in einem 4 μm dicken Glassubstrat
