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Technical Tips

TEM-Grids: Glänzende vs matte Seite?

Das Haften von Schnitten auf TEM Grids/Netzchen während Nachkontrastierung oder immunzytochemischen Verfahren ist von entscheidender Bedeutung. Die Meinungen gehen auseinander, welche Seite der Grids am besten für dauerhaftes Anhaften geeignet ist. Eine kurze Untersuchung der beteiligten Oberflächen löst das Problem:
Grids werden mit einer matten/rauen Seite und einer glänzenden/glatten Seite hergestellt. Epoxidschnitte weisen beim Betrachten in der Messerwanne eine unebene Oberfläche auf. REM-Aufnahmen von Epoxidschnitten ohne eingebettetes Material zeigen ebenfalls eine unebene Oberfläche.
Stellt man sich ein Grid als einseitiges Stück Schleifpapier und den Schnitt als doppelseitiges Stück Schleifpapier vor, greift ein anderes Stück Schleifpapier viel leichter als eine glatt polierte Metalloberfläche.


Für ein sicheres Anhaften von Schnitten auf Grids sollten sie daher mit der rauhen Seite aufgenommen werden.

Referenz:
Hildegard H. Crowley, Dept. of Biological Sciences, University of Denver, Denver, CO. 80208

Für das Befilmen von Grids mit z.B. Formvar oder Karbon, sollte die glatte/glänzende Seite verwendet werden.
Befilmte Grids werden stets mit dem Film auf der glatten Seite der Grids geliefert!

 

Grids: Grid-Oberflächen entladen

Wenn Schnitte auf Netzchen aufgebracht werden sollen, bleiben sie manchmal nicht an der Grid-Oberfläche haften. Falls Sie keine Zeit haben, die Oberfläche per Glimmentladung zu reinigen, versuchen Sie doch einmal diesen einfachen Trick: tunken Sie die Netzchen kurz in destilliertes Wasser und tupfen Sie dann überschüssiges Wasser mit Filterpapier ab. Lassen Sie die Grids kurz trocknen, während Sie Ihre Schnitte vorbereiten. Diese sollten nun problemlos an die Grids anheften. Manche Labore bewahren Grids sogar in destilliertem Wasser auf, bis sie gebraucht werden. Falls auch diese Vorgehensweise nicht helfen sollte, können Sie die Oberfäche der Netzchen noch einmal mit Aceton oder Chloroform reinigen oder (dann eben doch) per Glimmentladung.

(Quelle: Jeanette Killius, NEOUCOM, Rootstown, OH)

 

On-Grid Enhancement/Kontrast-Verstärkung auf dem Grid
Zur Kontrast-Verstärkung auf dem Grid selbst ist der Gebrauch von Nickel-Grids empfohlen, da Nickel relativ unempfindlich für die Kontrast-Verstärkung durch Silber ist. Gold- oder Kupfergrids sollten hierfür nicht verwendet werden.

 

Die Reaktion von Ni- und Cu-Grids mit Perjodat

Wie reagieren Nickel- und Kupfer-Grids mit Perjodat?

Perjodat + Ni → Ni-Perjodat + H2
Perjodat + Cu → Cu-Perjodat + H

Bei der Verwendung von Perjodat sollten daher Gold-Grids verwendet werden.

 

Klebstoff-befilmte Grids (für die Herstellung Karbon-befilmter Grids) selbst herstellen

Für die Herstellung Karbon-befilmter Grids müssen erst Klebstoff-befilmte Grids hergestellt werden, um den Karbonfilm aufnehmen zu können:

  1. Etwa 5cm Scotch clear tape (3M) in Dichlorethan (Ethylendichlorid) tauchen, schütteln und das Scotch Klebeband entfernen.
  2. Die Lösung wird nun zum sog. “Grid-Blau”.
  3. Die Grids mit der matten Seite nach oben auf ein Filterpapier legen (der Raum sollte staubfrei sein!)
  4. Mithilfe einer Pipette je einen Tropfen Grid-Blau auf jedes Netzchen auftropfen.
  5. Die Grids trocknen lassen.
  6. Die so beschichteten Netzchen sind nun bereit zum Aufnehmen des Karbonfilmes.

 

Eine einfache Methode zur Handhabung von Grids

Im oben genannten Artikel wird eine vereinfachte Methode zur Handhabung von Grids beschrieben. Diese neue Methode bietet nicht nur Sicherheit und eine leichte Identifizierung der Proben sondern auch Verbesserungen bei Handhabung, Lagerung und Identifizierung von Grids, welche Ultra-Dünnschnitte tragen, sowie eine neue Methode zur Herstellung von Proben in großen Mengen.

Quelle: Gorycki, M. (1992). A Simple Method for Handling Grids. Biotechnic & Histochemistry 67/5, 313-314.

 

Das Aufnehmen von Schnitten mittels Perfect Loop

Der Perfect Loop (Art.Nr. E70944) erlaubt es, Schnitte ohne Schäden aufzunehmen. Er ist momentan die einzige Aufnahme-Öse, bei welcher der Außendurchmesser der Öse dem des Grids entspricht und gleichzeitig der Innendurchmesser etwas größer als die Betrachtungsfläche im EM ist (etwa 2mm). Dadurch können Proben vollständig betrachtet werden. Da die Größen von Grid und Loop gleich sind, ziehen sie sich im Wasser gegenseitig an und bleiben durch die Oberflächenspannung des Wassers aneinanderhaften. Sollte der Schnitt während des Transfers die Innenseite des Netzchens berühren, betrifft das meist nur eine winzige Berührungsfläche, der Schnitt wird nicht beschädigt. Wird das Netzchen vom Loop entfernt, bleibt der Schnitt unweigerlich an der richtigen Stelle. Die Dicke des Loops beträgt etwa 40 µm.