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Fluoreszenzmikroskope

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Die Fluoreszenzmikroskopie ist eine spezielle Methode der Lichtmikroskopie, die auf dem physikalischen Effekt der Fluoreszenz beruht. Dabei werden fluoreszierende Proteine oder Farbstoffe mit Licht bestimmter Wellenlänge angeregt und strahlen Licht anderer, längerer Wellenlänge ab.

Sogenannte Fluorochrome (z.B. fluoreszenzmarkierte Antikörper und Nukleinsäuren) binden selektiv an Zielstrukturen in lebenden oder fixierten Proben (z.B. in Zellen) und machen diese im Fluoreszenzmikroskop sichtbar. Fluoreszierende Protein werden hingegen als Fusionsproteine exprimiert und dienen der indirekten Markierung spezifischer Zielstrukturen.

Vorteile, die die Fluoreszenzmikroskopie gegenüber anderen Techniken bietet, sind unter anderem:

  • Hohe Auflösung: Fluoreszenzmikroskope ermöglichen die Visualisierung von zellulären Strukturen mit hoher Genauigkeit.
  • Spezifische Markierung: Gezielte Markierung von Molekülen oder Zellstrukturen.
  • Lebende Zellen: Untersuchung dynamischer Prozesse lebender Zellen in Echtzeit.
  • Multichannel: Mehrere Farbstoffe gleichzeitig verwenden.
  • Quantitative Analyse: Messung von Intensitäten.

Wichtige Anwendungsgebiete der Fluoreszenzmikroskopie sind:

  • Biologie und Medizin: Untersuchung von Zellen, Proteinen, Genexpression und Zellaktivitäten.
  • Diagnostik: Immunfluoreszenz zum Nachweis von Antigenen mittels Antikörper in Gewebeproben.
  • Materialwissenschaften: Charakterisierung von Materialproben und Einschlüssen.

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