Epoxide
(10)Epoxidharze zählen zu den wichtigsten Einbettmedien für die Probenpräparation in der Elektronenmikroskopie. Sie ermöglichen eine vollständige Infiltration biologischer Proben und bilden nach der Polymerisation einen äußerst stabilen Einbettungsblock für die Herstellung von Semidünn- und Ultradünnschnitten. Dank ihrer hohen mechanischen Stabilität, geringen Schrumpfung und ausgezeichneten Erhaltung der Ultrastruktur sind Epoxidharze seit Jahrzehnten der Goldstandard für die Transmissionselektronenmikroskopie (TEM).
Wofür werden Epoxidharze eingesetzt?
Nach der Fixierung und Dehydrierung werden biologische Proben mit einem Epoxidharz infiltriert und anschließend polymerisiert. Dadurch entstehen homogene Einbettungsblöcke, die sich präzise mit dem Ultramikrotom schneiden lassen.
Epoxidharze eignen sich hervorragend für die Untersuchung von Zell- und Gewebestrukturen sowie materialwissenschaftlichen Proben und gewährleisten eine exzellente Strukturerhaltung auch bei höchsten Vergrößerungen.
Welches Epoxidharz eignet sich für meine Anwendung?
Während Embed 812 zu den etablierten Standardharzen zählt, eignet sich Spurr Resin aufgrund seiner besonders niedrigen Viskosität hervorragend für Proben mit erschwerter Harzpenetration. Araldite CY502 bietet eine hohe mechanische Stabilität für anspruchsvolle Präparationsaufgaben. Die Wahl des geeigneten Harzsystems richtet sich nach Probentyp, Präparationsprotokoll und den Anforderungen an Schnittqualität und Ultrastrukturerhaltung.